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Corona-Information

Die Furcht vor der Klarheit

Obduktionen an mit dem Virus Verstorbenen werden kaum vorgenommen — haben die Verantwortlichen Angst, die Ergebnisse könnten ihr Corona-Kartenhaus zum Einsturz bringen?

Jörg Gastmann: Herr Westerheide, warum haben Sie beim Petitionsausschuss des Bundestags eine Petition zur Obduktionspflicht von Corona-Toten eingereicht?

Dirk Westerheide: Ich habe mich schon zu Beginn der Corona-Krise gewundert, dass so gut wie keine Obduktionen stattfanden. Nur durch Obduktionen erhält man belastbare Daten und Erkenntnisse über die Gefährlichkeit und Therapiemöglichkeiten bei Covid-19, und damit eine valide politische Entscheidungsgrundlage. Dass Politik und Medien stattdessen ohne valide Grundlagen Angst vor einer allgemeinen Todesgefahr verbreiten, macht die Leute irre. Die alles entscheidende politische Frage des Jahrzehnts ist daher, ob die mit COVID-19 in Verbindung gebrachten Toten an oder mit Sars-CoV-2-Infektion starben. Genauer gesagt: Wie viele tatsächlich daran starben. Denn die offizielle Statistik ist durch die Definition „positiver PCR Test zum Zeitpunkt des Todes oder irgendwann davor“ ohne jegliche Aussagekraft.

Obduktionen haben zwei mögliche Ergebnisse. Entweder ist Covid-19 die extrem gefährliche neue Krankheit, wie es Politik und Medien behaupten. Oder Covid-19 ist nicht gefährlicher als das Influenza-Virus. Dann bräche das Kartenhaus der buchstäblichen Schreckensherrschaft zusammen. So oder so hätten wir endlich Klarheit.

Hinzu kommt, dass die Regierung nur durch Obduktionen ihrer Fürsorgepflicht nachkommen kann, weil so in möglichst kurzer Zeit die optimalen Behandlungsmöglichkeiten erforscht werden können. Da die Bundesregierung dies nicht tut, macht sie sich meines Erachtens mindestens der unterlassenen Hilfeleistung schuldig.

Für die Petition heißt das: Bürger, die an die Gefährlichkeit von Covid-19 glauben, können mit der Unterzeichnung von Petition Nr. 109434 endlich allen „Coronaleugnern“ das Argument entziehen, Covid-19 sei nicht sonderlich gefährlich, und zudem die Entwicklung von Medikamenten und möglichst unbedenklichen Impfstoffen vorantreiben. Beim Reizwort Impfung sei angemerkt, dass diese selbstverständlich nur freiwillig angeboten werden darf.

Bürger, die nicht an die Gefährlichkeit von Covid-19 glauben, können mit der Unterzeichnung von Petition Nr. 109434 allen „Coronahysterikern“ deren Hauptargument entziehen, Covid-19 sei von hoher Tödlichkeit. Es gibt also keinen Grund, dass nicht alle 61,5 Millionen Wahlberechtigten unterzeichnen sollten, um die wichtigste Frage des Jahrzehnts zu klären.

Warum finden nicht mehr Obduktionen statt als bei Professor Klaus Püschel vom Hamburger Universitätsklinikum?

Es gab mehr, aber nicht viele. In meiner Recherche fand ich kaum Berichte über Corona-Obduktionen. Pathologie-Professor Gustavo Baretton vom Uniklinikum Dresden erklärte im April bei Punkt.Preradovic, dass die Zahl der Corona-Obduktionen selbst mitten in der Corona-Welle lediglich bei durchschnittlich null bis fünf bei jeder der 36 deutschen Universitätskliniken lag (einzige Ausnahme: Hamburg), also im kleinen einstelligen Prozentbereich aller Todesfälle.

Am Uniklinikum Aachen gibt es seit April ein Obduktionsregister, dass aber der Öffentlichkeit keine Ergebnisse bekannt gibt, obwohl das Virus die Welt lahmlegt. Warum halten 35 Unikliniken ihre Ergebnisse geheim, während Professor Püschel vom Hamburger Universitätsklinikum bei SWR 1 über seine Ergebnisse nach weit über 200 Obduktionen berichtete? Welche andere Erklärung dieser Geheimhaltung ergibt einen Sinn, als dass es Anweisungen aus der Politik gab, keine Ergebnisse zu veröffentlichen, die das Schreckensnarrativ der Regierung gefährdet?

Genau das ist nämlich das Ergebnis der Hamburger Obduktionen. Professor Püschel erklärte wörtlich:

„Ohne Vorerkrankung ist in Hamburg an Covid-19 noch keiner gestorben. Dieses Virus ist nur im Ausnahmefall eine tödliche Krankheit, in den meisten Fällen jedoch eine überwiegend harmlos verlaufende Virusinfektion. Alle Mutmaßungen über einzelne Todesfälle, die nicht sachkundig überprüft worden sind, schüren nur Ängste.“


Mittwoch, 02. September 2020, 15:00 Uhr

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